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Vortrag und Diskussion in Köln: Weltanschauung als Diskriminierungsgrund

Am 2. Dezember 2016 stellt der Verfassungsrechtsexperte Thomas Heinrichs beim Humanistischen Forum Köln seine im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes verfasste Studie „Weltanschauung als Diskriminierungsgrund – Begriffsdimensionen und Diskriminierungsrisiken“ vor.

In Deutschland gehören mehr als 26 Millionen Menschen, also rund ein Drittel der Bevölkerung, keiner Konfession an. Die große Mehrheit von ihnen ist nicht religiös. In Großstädten ist deren an der Bevölkerung oft noch höher, hier ist die Hälfte der Bevölkerung oder mehr konfessionsfrei. Doch bis heute sehen sich konfessionsfreie Bürgerinnen und Bürger in zahlreichen Themenbereichen systematischer Benachteiligung ausgesetzt. Das hat der Bericht Gläserne Wände umfassend dokumentiert, der im Vorfeld des Themenjahres 2016 der Antidiskriminierungsstelle des Bundes unter dem Motto „Freier Glaube. Freies Denken. Gleiches Recht.“ im September 2015 erschienen war.

„Religiöse Menschen haben das Risiko, diskriminiert zu werden, weil sie die falsche Religion haben, weltanschaulich gebundene und konfessionsfreie Menschen haben das Risiko, diskriminiert zu werden, weil sie keine Religion haben“, lautet ein Kernsatz der Studie von Thomas Heinrichs, der seit 2007 auch eine Verfassungsbeschwerde einer Mutter aus Baden-Württemberg gegen die Ablehnung des Antrages auf Einführung von Ethikunterricht ab Klassenstufe 1 vertritt.

Der Berliner Rechtsanwalt, Philosoph und Experte für Verfassungsrecht hat in der Studie untersucht, was heute sinnvollerweise unter dem Begriff „Weltanschauung“ verstanden werden kann. Heinrichs zeigt darin die Diskriminierungsrisiken für konfessionsfreie und nichtreligiöse Menschen auf, beschreibt darüber hinaus ebenfalls konkrete Fallbeispiele, wie etwa die Problematik der in NRW verbreiteten Bekenntnisschulen.

Das Humanistische Forum Köln lädt zum Vortrag ab 19 Uhr mit anschließender Diskussion ins Atrium/Alte Post, An den Dominikanern 6-8, 50668 Köln ein. Die Studie zum Herunterladen: www.antidiskriminierungsstelle.de.
Hier ist der
Veranstaltungstermin bei Facebook zu finden

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