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Deklaration gegen Politik der Spaltung verabschiedet

Die Humanists International bekräftigen darin ihre Verpflichtung, die sozialen Ursachen von Politik der Spaltung anzugehen und rufen dazu auf, die Werte von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Gleichheit und Menschenrechten hochzuhalten und zu verteidigen.

Der neugewählte Vorstand des Dachverbands. Foto: IHEU/Humanists International

Mehrere Dutzend führende Vertreterinnen und Vertreter humanistischer Organisationen aus allen Teilen der Welt haben im Rahmen der Generalversammlung in Neuseeland am vergangenen Sonntag die „Auckland-Deklaration gegen die Politik der Spaltung“ verabschiedet.

Die neue Resolution ist die vierte ihrer Art nach der Amsterdam-Deklaration 2002 zum Humanismus, der Oslo-Deklaration zum Frieden von 2011 und der Oxford-Deklaration zur Gedanken- und Meinungsfreiheit 2014. Im Rahmen der Generalversammlung 2018 der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union wurde ebenfalls die Umbenennung seit 1952 bestehenden Verbands aus mehr als 150 Organisationen in Humanists International beschlossen.

Die neue Deklaration rückt die demagogischen Tendenzen in den Fokus, die in vielen Teilen der Welt wiedererwacht sind und von einer Generation von Politikern verkörpert werden, die sich als „starke Männer“ sehen lassen wollen. Sie geben vor, für populäre Interessen einzutreten, während sie jedoch „ungeduldig danach streben, die Menschenrechte zu schwächen und Minderheiten zu diskreditieren, um Macht für ihre eigenen Zwecke zu gewinnen und zu bewahren. Sie sind eine akute weltweite Bedrohung für Menschenwürde, Rechtsstaat, Menschenrechte und Freiheit“, so die Deklaration.

Entgegen diesen Entwicklungen betont die Deklaration des internationalen Dachverbandes, dass die Menschheit als eine globale Gemeinschaft gesehen werden sollte. Dies sei Teil des besten ethischen Fundaments, um gegenwärtige und zukünftige Probleme anzugehen. Betont werden außerdem der Wert der Demokratie und die Wichtigkeit der Rahmenbedingungen, damit diese funktionieren kann, darunter die Meinungs- und Pressefreiheit, Minderheitenschutz sowie eine Kultur der offenen Debatte und kritischen Prüfung.

Als Nährboden für die neueren Politik(en) der Spaltung benennt die Deklaration „soziale Ungleichheit, mangelnden Respekt gegenüber den Menschenrechten, verbreitete Fehlvorstellungen vom Wesen der Demokratie und mangelnde globale Solidarität“.

Der Volltext in deutscher Übersetzung ist online unter www.auckland-deklaration.de

Sie appelliert abschließend an Humanistinnen und Humanisten weltweit, „die Werte von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Gleichheit und Menschenrechten hochzuhalten und zu verteidigen und die Politik der Spaltung zu identifizieren und sich ihr zu widersetzen, ob in ihrem eigenen Land oder international.“

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