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Was soll in der neuen Amsterdam-Deklaration stehen?

Anlässlich des 70. Jubiläums der Gründung der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union soll es auch eine Revision der Amsterdam-Deklaration geben. Bis zum 5. März läuft nun eine Online-Umfrage, die Anregungen und Vorschläge für eine mögliche Novellierung aus der internationalen Gemeinschaft sammelt.

Anlässlich des 70. Jubiläums der Gründung der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union soll es auch eine Revision der Amsterdam-Deklaration geben. Bis zum 5. März läuft nun eine Online-Umfrage, die Anregungen und Vorschläge für eine mögliche Novellierung aus der internationalen Gemeinschaft sammelt.

Eine intensivierte und sich vertiefende Globalisierung, die Fortsetzung von Krisenlagen beim Klima und in der Ökologie, weltweit wachsende Vermögensungleichheiten, rasanter technologischer Fortschritt und ein In- oder Nebeneinanderlaufen von Säkularisierungsprozessen und weltanschaulicher Pluralisierung – oder gar Radikalisierung: Das sind nur einige Kennzeichen unserer Gegenwart. Welche die globale Gesellschaft vermutlich auch noch in den nächsten Jahrzehnten beschäftigen werden. Wo stehen Humanist*innen hier? Welche Standpunkte, Vorschläge und Ziele haben sie? Wie und warum ist Humanismus am ehesten geeignet, mit Herausforderungen und Problemen umzugehen?

„Unsere Hauptaufgabe besteht darin, den Menschen auf einfachste Weise bewusst zu machen, was der Humanismus für sie bedeuten kann und wozu er sie verpflichtet“, heißt es zum Abschluss der bisher gültigen Amsterdam-Deklaration aus dem Jahr 2002, die eine grundlegende Übereinkunft von Humanist*innen weltweit zu den gemeinsamen Vorstellungen, Haltungen, Werten und Zielen ist. Erstmals verabschiedet wurde die Deklaration im Rahmen der Gründung der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union (IHEU), die heute unter dem Namen Humanists Internationals auftritt, in der für sie namensgebenden Hauptstadt der Niederlande im Jahr 1952. Die Aufgabe der Deklaration ist nicht nur, kurz und einfach Auskunft über die von Mitgliedsorganisationen der Humanists International geteilten Ideen zu geben. Sie soll auch dazu dienen, kurz und knapp den Humanismus in Gesellschaften und Kulturen als Angebot an Ideen und als Gesprächsgrundlage einzubringen, in denen er bisher wenig bekannt oder unbekannt ist.

Knapp zwei Jahrzehnte nach der letzten Novellierung der Amsterdam-Deklaration scheint die Zeit nun reif für eine erneute Überarbeitung zu sein. Geprüft wird deshalb vom Vorstand der Humanists International, wo ein Anpassungsbedarf besteht und welche Schwerpunkte bei einer Modernisierung gesetzt werden sollten. Um einer eventuellen Neufassung auch eine möglichst breite Legitimation zu verschaffen, bittet der Vorstand der Humanists International daher in einer Online-Umfrage um Anregungen und Vorschläge.

Mögliche Themen gibt es neben den eingangs genannten viele: Sollte beispielsweise zukünftig deutlicher die Wichtigkeit des Wohlergehens nicht-menschlicher, intelligenter Lebewesen stärker zur Sprache kommen? Welche Haltungen gegenüber technologischen Entwicklungen wie Künstlicher Intelligenz teilen Humanist*innen weltweit? Wie können Quellen humanistischen Denkens, die nicht im westlichen Kulturkreis liegen, stärker zur Geltung kommen?

Die Umfrage läuft bis zum 5. März, verabschiedet werden soll eine Novellierung schließlich im Rahmen einer internationalen Versammlung zum 70. Jubiläum der IHEU-Gründung Mitte nächsten Jahres. Die Verabschiedung erfolgt durch die Delegierten der Mitgliedsorganisationen.

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Das einzige Dokument der von Humanist*innen weltweit geteilten Überzeugungen und Ziele ist die Amsterdam-Deklaration dabei nicht. In bisher fünf ergänzenden Deklarationen werden globale humanistische Konsense zu relevanten Themen wie der Bedeutung des Friedens, der Gedanken- und Meinungsfreiheit, der Trennung zwischen Staat und Religion und die Haltung gegebüber politischer Polarisierung oder der Klimakrise beschrieben.

Eine Reihe nationaler Organisationen, die im Rahmen der Humanists International zusammenarbeiten, pflegen außerdem weitere Grundsatz-Erklärungen, so etwa die American Humanist Association und die Vereinigungen in den skandinavischen Staaten. Diese spiegeln regionale Besonderheiten in den Traditionen und der Situation von Humanist*innen in den jeweiligen Ländern wider.

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