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Meditierende Atheisten

Humanistisch denkende Menschen können von Religionen lernen, sagte der Bielefelder Soziologe Jonas Grutzpalk heute im Deutschlandfunk. Er empfiehlt, alte Meditationsübungen und Traditionen kontemplativer Praxis als eine Bereicherung zu sehen und meint, Atheisten sollten nicht „in die Rationalitätsfalle“ rennen.

„Auch wir säkulare Humanisten leben natürlich in einer gedachten Welt“, sagt Jonas Grutzpalk. Meditation kann eine gute Methode sein, sie regelmäßig zu durchdenken. Foto: © Tobias Killguss

Ein Stärke des Homo sapiens sei, Dinge zu durchdenken, meint Jonas Grutzpalk im Gespräch mit der DLF-Redakteurin Susanne Fritz. Früher habe er Meditation für eine spezifisch religiöse Praxis gehalten, doch sich „dann selber immer wieder dabei erwischt, dass ich so einen Gedanken so durch den Kopf habe spülen lassen, einfach aus Spaß daran, den Gedanken durch den Kopf zu spülen und dachte dann: Das ist doch so was wie eine Meditation“, berichtet Grutzpalk. Und für ihn sei das „etwas, was die eigentliche Stärke des Homosapiens ist, sich zu überlegen, Dinge könnten so sein oder auch anders. Ich kann sie durchspielen. Und ich glaube, man stellt sich selber ein Bein, wenn man sich dieser Möglichkeit beraubt, die offensichtlich in unserer Natur steckt.“

Den gesamten Beitrag (13 min) können Sie hier unten direkt nachhören.

Zur Sendung auf Deutschlandfunk.de…

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