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Fürth: Last night a DJ saved my life – Wie Musik das Leben besser macht

20. Juli 2019 ▪ 10:15 - 22:00 CEST

Musikalisch-philosophische Tagung in der Musikschule Fürth. Mit Diskussionsrunden, Workshops und Bühnenprogramm.

Eintritt: 10,- EUR (ermäßigt 5,- EUR). Anmeldung erbeten unter: https://www.hvd-bayern.de/anmeldung-musik.html

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Die Gesprächs- und Vortragsthemen:
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• Schlau und erfolgreich dank Musik? – Erkundungen zwischen Neurowissenschaft und Musikpädagogik
• Musik als Baustein gelingenden (Zusammen-)Lebens
• Gibt es eine „dunkle“ Seite der Musik? – Wenn ja, wie sieht sie aus und wie gehen wir mit ihr um?
• Was haben Musik und Humanismus miteinander zu tun?
• Âşık Veysel als musikalischer Vertreter des anatolischen Humanismus

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Die Workshopthemen:
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• Mit der Kraft der Musik Gesellschaft und Integration stärken
• Musik und Inklusion – gemeinsam musizieren!
• Haben humanistische Menschen Lieder?

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Musikalische Beiträge:
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• Opernsängerin Cornelia Lanz mit dem Geflüchtetenchor von Zukunft Kultur e. V. und Michael Lanz (Gitarre)
• Jerome Reil (Schlagzeuger u.a. bei „The Very End“, Sohn von Kreator-Drummer „Ventor“)
• Yusuf Çolak (Bağlama) & Boran Çolak (Flügel)
• Vollgas Connected (Inklusive Band der Musikschule Fürth)
• Außerdem wird es in den Workshops und am Abend für alle Teilnehmenden die Gelegenheit geben, gemeinsam zu musizieren – wer neben seiner Stimme ein (transportables) Instrument besitzt, ist also herzlich eingeladen, dieses mitzubringen!

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Der Tagesablauf:
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10.15 Uhr: Begrüßung

10.30 Uhr: Einführungsrunde: Was haben Musik und Humanismus miteinander zu tun?
In dieser kurzen Gesprächsrunde führen wir locker in das Thema des Tages ein. Dabei soll auch die Frage behandelt werden, warum ausgerechnet ein humanistischer Verband eine Tagung über Musik veranstaltet, also welche Bezüge es zwischen Humanismus und Musik überhaupt gibt. Hierbei werden u.a. Aspekte wie Lebensfreude, Persönlichkeitsentwicklung, Pädagogik, Inklusion, Verständigung oder auch Geschichte (z.B. Humanismus in der Musik der Renaissance) zur Sprache kommen.
Auf dem Podium:
• Michael Bauer (Vorstand des HVD Bayern)
• Robert Wagner (Leiter der Musikschule Fürth)
• Dr. Frank Schulze (Referent für Lebensfeiern & Philosophie, HVD Bayern)

11.00 Uhr: Schlau und erfolgreich dank Musik? – Erkundungen zwischen Neurowissenschaft und Musikpädagogik (Vortrag von Dr. Ludger Kowal-Summek)
Mozart macht schlau und sozialkompetent, das Spielen von Instrumenten auch – heißt es jedenfalls. Ludger Kowal-Summek vom Institut für Musikpädagogik der Universität Köln prüft anhand wesentlicher Erkenntnisse der Neurowissenschaften, was an diesen landläufigen Meinungen dran ist und welche weiteren Wirkungen Musik auf die Persönlichkeitsentwicklung haben kann. Darüber hinaus behandelt er die Frage, welchen Erkenntniswert die Neurowissenschaften generell für Musikpädagogik und Musikwissenschaft haben können.

12.00 Uhr: Mittagspause

13.30 Uhr: Musik als Baustein gelingenden (Zusammen-)Lebens
Interviewrunde mit Chorauftritt
In dieser Runde wird nicht zuletzt anhand konkreter Beispiele aus der Erfahrung der Podiumsgäste wie auch des Publikums ausgelotet, welche Beiträge Musik zu einem gelingenden Leben leisten kann – sei es das Zusammenleben mit anderen in der Gesellschaft bzw. Gemeinschaft, oder sei es die individuelle Lebensführung und -bewältigung des Einzelnen. Thematische Schwerpunkte werden die Aspekte Integration/Verständigung, Inklusion und Lebensfeiern sein.
Auf dem Podium:
• Cornelia Lanz (Opernsängerin und Kulturaktivistin, Zukunft Kultur e. V.)
• Walaa Kanaieh (Zukunft Kultur e. V.)
• Robert Wagner (Leiter der Musikschule Fürth)
• Dr. Frank Schulze (Referent für Lebensfeiern & Philosophie, HVD Bayern)
Auf der Bühne:
Ein Chor von Zukunft Kultur unter Leitung von Cornelia Lanz und begleitet von Michael Lanz (Gitarre) („Die Gedanken sind frei“ – auf Deutsch und auf Arabisch)

14.20 Uhr: Gibt es eine „dunkle“ Seite der Musik? – Wenn ja, wie sieht sie aus und wie gehen wir mit ihr um?
Musik vereint und Musik trennt. Sie schafft Identität und Zusammengehörigkeit und kann (gerade auch dadurch) trennen und ausgrenzen. Musik wirkt direkt und mächtig auf unsere Emotionen. Fast wie eine Droge kann sie aufputschen oder einlullen. Sie kann als Indoktrinations- oder Propagandamittel dienen und wird umgekehrt auch verteufelt oder zensiert – je nach Perspektive. Vor diesem Hintergrund sollen die Aspekte „Musik und Gewalt“, „Musik als Droge“ und die Frage „Gibt es so etwas wie eine ‚menschengemäße‘ Musik?“ einerseits musikwissenschaftlich bzw. musikpsychologisch, andererseits aber auch aus gesellschaftlich-politischer Perspektive diskutiert werden.
Auf dem Podium:
• Prof. Dr. Elena Ungeheuer (Musikpsychologin, Würzburg)
• Prof. Dr. Matthias Vogel (Musikphilosoph, Gießen)
• Jürgen „Ventor“ Reil (Schlagzeuger und Gründungsmitglied von „Kreator“) und sein Sohn Jerome Reil (Schlagzeuger u.a. bei „The Very End“)
Auf der Bühne:
Metal-Drum-Performance mit Jerome Reil (u.a. „The Very End“, Sohn von Kreator-Drummer „Ventor“)
Außerdem:
Kurzbeitrag des Kultur- und Medienwissenschaftlers Alexander Nym (Autor von „Schillerndes Dunkel“) zur „Dunklen Seite“ der Musik mit Blick auf Dark Wave/Gothic

15.10 Uhr: Kaffeepause

15.40 Uhr: Parallele Workshops

-> Workshop 1: Mit der Kraft der Musik Gesellschaft und Integration stärken (Moderation: Cornelia Lanz, Opernsängerin und Kulturaktivistin, Zukunft Kultur e. V.)
Unter Beteiligung der Geflüchteten von „Zukunft Kultur“, welche die Perspektive von Gesellschaften, in denen Musik zensiert bzw. weitgehend verboten ist, einbringen werden, werden die Teilnehmenden an diesem Workshop gemeinsam Vorschläge dafür erarbeiten, was wir tun können, damit die Musik in unserer Gesellschaft (Schule, Alltag, Medien, Politik etc.) das (Zusammen-)Leben weiterhin bzw. verstärkt besser machen kann, wie z.B. ihr Beitrag zur interkulturellen Verständigung erhöht werden kann. Das Ergebnis soll nach Möglichkeit umsetzungsorientiert ausfallen, z.B. als Plan für eine Broschüre, eine Pressemitteilung, ein Projekt o.Ä. – Außerdem soll zusammen mit den Geflüchteten ein arabisches Liebeslied eingeübt werden.

-> Workshop 2: Musik und Inklusion – gemeinsam musizieren! (Moderation: Robert Wagner, Leiter der Musikschule Fürth)
In diesem Workshop soll der gemeinsame Nenner von Musik herausgearbeitet werden: Musik ist in jedem Menschen angelegt! Musik wird erfahrbar gemacht als übertragbares, logisches Phänomen, an dem alle teilhaben können. Hierzu werden einfache, inklusive Übungen durchgeführt und gemeinsam musiziert.

-> Workshop 3: Haben humanistische Menschen Lieder?
„Böse Menschen haben keine Lieder“, heißt es bei Johann Gottfried Seume. Eine Behauptung, die leicht zu widerlegen sein dürfte (siehe „Gibt es eine ‚dunkle‘ Seite der Musik?“). Umso mehr stellt sich die Frage, welche Lieder humanistische Menschen denn haben, um sich auszudrücken und aus ihnen Kraft zu schöpfen. – Die Teilnehmenden an diesem Workshop werden sich auf die Spurensuche nach entsprechendem Liedgut begeben und sich dabei quasi en passant auch mit der Frage befassen, was denn eigentlich alles „humanistisch“ ist bzw. sein kann. Am Ende kann zum Beispiel der Entwurf einer Art humanistischen Liederbuches stehen. Darüber hinaus soll gemeinsam ein ausgewähltes Lied aus den gefundenen Stücken eingeübt werden.

17.30 Uhr: Präsentationen/Aufführungen der Ergebnisse der einzelnen Workshop-Gruppen

18 Uhr: Gemeinsames Abendessen/Get-together, bei gutem Wetter draußen und mit musikalischer Untermalung

19.30 Uhr: Abendprogramm mit viel Live-Musik, u.a. von Yusuf Çolak (Bağlama) und Boran Çolak (Flügel), „Vollgas Connected“ (Inklusive Band der Musikschule Fürth), gemeinsamem Singen/Musizieren aller Teilnehmenden, Cornelia Lanz und offener Bühne

Details

Datum:
20. Juli 2019
Zeit:
10:15 - 22:00
Veranstaltungskategorie:
Website:
https://www.humanistische-vereinigung.de

Veranstaltungsort

Musikschule Fürth
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