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Aus aller Welt

Hallo aus den USA!

Drei Fragen an Nadya Dutchin, neue Geschäftsführerin der American Humanist Association (AHA).

Drei Fragen an Nadya Dutchin, neue Geschäftsführerin der American Humanist Association (AHA).

Foto: AHA

Was ist dein beruflicher Hintergrund?

Nadya Dutchin Ich habe Molekular- und Zellbiologie studiert.Nach der Geburt meiner Tochter wusste ich, dass der Klimawandel die größte Herausforderung für ihre Generation sein würde, und so begann ich bei der gemeinnützigen Groundswell Inc. in Washington DC, mit der Vermittlung von Verträgen für saubere Energie und der Entwicklung eines Prozesses für die Akquisition und Verwaltung von Abonnenten für kommunale Solarprojekte. Während meiner Zeit bei Groundswell war ich Vorstandsmitglied und später Schatzmeisterin bei Power Shift Network, was zu meiner Ernennung zur Mitgeschäftsführerin mit Zuständigkeit für Kommunikation und Entwicklung führte.

Wie hast du zum ersten Mal vom Humanismus erfahren?

Meine Eltern und die Familie väterlicherseits sind römisch-katholisch, und ich bin in der katholischen Kirche aufgewachsen, obwohl ich lutherisch getauft wurde. Meine Reise zum Atheismus begann, als ich 15 war. Ich las die gesamte Bibel von vorne bis hinten und war von den Widersprüchen und der Gewalt zutiefst beunruhigt. Als ich mich auf meinen College-Abschluss vorbereitete, begann ich, mir größere Fragen zu stellen: Wer ist und wo ist Gott? Was geschieht mit Menschen in Indien, Japan oder dem Iran, die nicht glauben, dass Christus ihr Erlöser ist? Sind sie keine guten Menschen? Ich wollte wirklich keiner Religion angehören, die behauptet, ihr Weg sei der einzig wahre, und so begann ich, mehr über den Buddhismus als Philosophie zu lernen, und legte meine Angst vor dem Alleinsein und vor dem Urteil anderer ab. Zum ersten Mal fühlte ich mich frei, mutig und befähigt, meine Welt so zu gestalten, dass sie mir Frieden brachte und es mir ermöglichte, den Menschen jeden Tag sinnvoll zu dienen.

Was hat dich an der Arbeit für die AHA am meisten interessiert?

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In den letzten 30 Jahren hat die religiöse Rechte alles in ihrer Macht Stehende getan, um die Rechte von Menschen aus der Arbeiterklasse auszuhöhlen und die Grundpfeiler unserer demokratischen Republik zu untergraben. Die Wahl 2016 war fast katastrophal für dieses Land, aber ich war angenehm überrascht von der großen Anzahl von Menschen, die aus ihrer Bequemlichkeit und Selbstzufriedenheit aufgewacht sind. Als ich mich mit der AHA, der Vielfalt ihrer Mitglieder und ihrer beeindruckenden juristischen und politischen Arbeit beschäftigte, wusste ich, dass meine Fähigkeiten zum Aufbau von Koalitionen und Bewegungen nützlich sein könnten, um uns dabei zu helfen, die größte Wählergruppe anzusprechen: Millennials und die Generation Z. Wenn wir ehrlich sind, sind die Rechtsextremen besser organisiert und ziehen an einem Strang, selbst wenn sie ideologische Differenzen haben. Wir Humanist*innen sind aber in der Lage, an die Logik und Vernunft guter Menschen zu appellieren, unabhängig von ihrer religiösen Zugehörigkeit, weil wir unsere Argumente auf die Wissenschaft und den gesunden Menschenverstand stützen, von denen jeder profitieren kann.

Gekürzte Fassung, Interview zuerst erschienen bei The Humanist. Übersetzung: Arik Platzek

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