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Humanistische Grundsätze zur Religionskritik

Der Vorstand des norwegischen Human-Etisk Forbund (HEF) hat ein Grundsatzpapier zum Thema Religionskritik beschlossen. „Eine Bewegung, die für Wissenschaft und rationale Untersuchung der Welt steht, muss diesen Idealen auch dann gerecht werden, wenn sie Religion kritisiert“, heißt es in der Stellungnahme unter anderem.

Der Vorstand des Human-Etisk Forbund (HEF) hat ein Grundsatzpapier zum Thema Religionskritik beschlossen.

Didrik Søderlind: Religionskritik „niemals auf Kosten humanistischer Werte wie Religionsfreiheit und Menschenwürde ausüben“

In dem Mitte November veröffentlichten Text wird einleitend erklärt, dass Humanist*innen in einer Tradition der Religionskritik stehen, „weil sie entweder zu verstehen geben, dass sie nicht an einen Gott glauben, oder weil sie aktiv Religion kritisieren.“ Doch nicht jede Religionskritik sei humanistisch.

Humanist*innen seien verpflichtet, die säkulare Gesellschaft vor religiösen Gruppen, die die Demokratie, die Rechtstaatlichkeit und die Menschenrechte untergraben, zu beschützen. Gleichzeitig müssten sich Humanist*innen der Machtverhältnisse bewusst sein, weswegen es einen Unterschied gebe, eine Mehrheitsreligion zu kritisieren oder eine exponierte religiöse Minderheit. Humanismus sei heute Teil des norwegischen Mainstreams und mit dieser gewachsenen Rolle verändere sich auch die Verantwortung, die man trage.

Anhand von acht weiteren Aspekten wird die HEF-Haltung zur Funktion und Anwendbarkeit von Religionskritik detaillierter beschrieben. Abschließend heißt es: „Eine humanistische Religionskritik muss für Gegenargumente empfänglich sein und sollte ungünstige systematische religiöse Praktiken kritisieren, anstatt einzelne religiöse Menschen.“

HEF ist mit mehr als 95.000 Mitgliedern eine der größte Organisationen ihrer Art weltweit. Der Journalist und Buchautor Didrik Søderlind betonte in einer HEF-Mitteilung, dass Religionskritik zum Selbstverständnis der norwegischen Humanist*innen gehöre. Doch man sollte sie „niemals auf Kosten humanistischer Werte wie Religionsfreiheit und Menschenwürde ausüben.“ Dies sei besonders wichtig, wenn man auf Religionskritik stoße, die Teil einer Agenda zur Dämonisierung von Minderheiten wie Juden und Muslimen ist, so Søderlind.

Die deutsche Übersetzung der vollständigen Stellungnahme gibt es hier: docs.humanistisch.net

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