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Bayerische Humanisten stärken internationales Engagement

Die Europäische Humanistische Föderation (EHF) hat den Humanistischen Verband Bayern als Vollmitglied aufgenommen. Durch das verstärkte Engagement wird den Ideen von Demokratie, Solidarität und Partizipation Nachdruck verliehen, erklärte der Präsident des HVD Bayern Sebastian Rothlauf dazu. Zuvor hatte es ein Treffen zwischen hochrangigen Vertretern von EHF und EU-Kommission gegeben.

Foto: © ilolab / Fotolia

Der Verstärkung des Engagements im europäischen Dachverband ist eine langjährige Kooperation vorangegangen. So ist der bayerische HVD-Vorstand Michael Bauer bereits seit längerem im EHF-Board tätig und seit 2017 einer von zwei EHF-Vizepräsidenten.

Zuletzt hatte es am 19. Juni 2018 ein Treffen zwischen Vertretern der EU-Kommission und der EHF gegeben, an dem u. a. auch EU-Kommissionsvizepräsident Andrus Ansip teilnahm. Hauptthema des Treffens waren die Potenziale und ethische Grundlagen für den Umgang mit sogenannter Künstlicher Intelligenz (KI) und deren Entwicklung. Transparenz sei grundlegend für die Entfaltung des Wertes von Künstlicher Intelligenz, sagte Michael Bauer beim Treffen in Brüssel. „Wir müssen sicherstellen, dass keine Interessen Dritter fundamentale KI-Entscheidungen wie etwa zur Behandlung von Patienten beeinflussen. Die Autonomie der Menschen muss weiter im Mittelpunkt stehen“, so Bauer weiter. Er betonte außerdem die Notwendigkeit zu weiteren Investitionen in Bildung, um die damit verbundenen Herausforderungen zu bestehen und unterstrich die positiven Folgen für die Demokratie. Das Treffen fand im Rahmen des nach Artikel 17 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union vorgesehenen regelmäßigen Dialogs mit Vertretern der Weltanschauungsgemeinschaften und nicht-konfessionellen Organisationen in Europa statt.

Gruppenbild des Treffens am Montag vergangener Woche mit u. a. Michael Bauer (obere Reihe, 1. v. rechts) Foto: © EHF
Sebastian Rothlauf, Präsident des HVD Bayern. Foto: HMA / A. Platzek

Zum einstimmigen Beschluss der rund 70 EHF-Delegierten, den HVD Bayern als selbständiges Mitglied aufzunehmen, sagte dessen Präsident Sebastian Rothlauf am Wochenende, starke pro-europäische Institutionen und Netzwerke seien wichtiger denn je.

„In Zeiten, wo egoistischer Nationalismus leider wieder nicht nur kleinen Minderheiten attraktiv erscheint, setzen wir ein Zeichen für die Bedeutung der europäischen Idee und internationalen humanistischen Wertegemeinschaft“, sagte er. „Mit unserem Engagement verleihen wir auch unserem Votum für die Ländergrenzen überschreitende Zusammenarbeit unter den Ideen von Demokratie, Solidarität und Partizipation deutlich Nachdruck“, so Rothlauf.

Das Verständnis der Bürgerinnen und Bürger der EU und der EU-Institutionen solle in Zukunft das einer Republik der Menschenrechte sein, sagte EHF-Vizepräsident Michael Bauer zur vertieften Zusammenarbeit. Dieses Ziel solle nicht abstrakt bleiben oder lediglich Teil politischer Debatten, sondern müsse auch im Alltag von mehr Menschen konkreter greifbar werden. Als ein in diesem Sinne symbolisch wertvolles Gemeinschaftsprojekt verwies er auf die Entwicklung und Ausgabe von Passhüllen durch die EHF-Mitgliedsorganisationen, deren Vorderseite das jeweilige Staatswappen durch den Titel „Republik der Menschenrechte“ ersetzt und deren Rückseite die Präambel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte zeigt. Die Passhüllen waren erstmals beim HumanistenTag 2018 in Nürnberg am vergangenen Wochenende erhältlich.

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Michael Bauer betonte dazu: „Gerade jetzt, wo die EU in schwierigem Fahrwasser ist, müssen wir Bürgerinnen und Bürger zumindest symbolisch zeigen, dass uns die europäische Einigung viel zu wichtig ist, um sie wegen Problemen der Tagespolitik leichtfertig aufs Spiel zu setzen.“

Passhüllen mit dem Aufdruck „Republik der Menschenrechte“ machen die Verbundenheit für ein zukunftsfähiges Europa erkenntlich. Foto: © HMA / A. Platzek

Die Passhüllen können zum Selbstkostenpreis von zwei Euro per E-Mail an pass@republik-der-menschenrechte.de bestellt werden.

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