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Gehört Religion zu Deutschland?

Diese Frage stand im Fokus der heutigen Sendung in der kulturradio-Reihe „Tagesthema“ im Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb). Thomas Hummitzsch vom Humanistischen Verband in Berlin diskutierte mit über die Frage: Welche Symbole und Bestandteile von Religionen soll man öffentlich tragen, anbringen und zeigen dürfen?

Ein heute gefälltes Urteil im „Kopftuchprozess“ einer Grundschullehrerin und der Beginn des Deutschen Katholikentages in Münster boten den Anlass zur Diskussion, an der neben Thomas Hummitzsch auch die Leiterin der Redaktion für Religion und Gesellschaft im rbb, Friederike Sittler, sowie Hörerinnen und Hörer teilnahmen.

Religiöse Symbole störten ihn als Humanisten nicht grundsätzlich, stellte Hummitzsch zur Frage der Sendung klar und er erklärte, warum sich der Landesverband kürzlich an der Aktion „Berlin trägt Kippa“ beteiligt hat. Hier sei es darum gegangen, Zeichen zu setzen gegen Antisemitismus. Vorfälle wie Übergriffe gegen Menschen jüdischen Glaubens seien nicht zu tolerieren: „So etwas kann in unserer freien, liberalen Gesellschaft einfach nicht sein“, so Hummitzsch und hier habe man sich deshalb ganz klar und selbstverständlich solidarisiert. Deutlich kritischer sehe er religiöse Symbole hingegen, wenn diese das Gebot zur staatlichen Neutralität beeinträchtigen. „Das zündelt an unserem gesellschaftlichen Frieden“, so Hummitzsch.

Friederike Sittler sagte, wenn jemand religiöse Symbole verbieten wolle, müssten aus ihrer Sicht auch andere Symbole verboten werden wie „die ganzen Tattoos mit irgendwelchen Teufelsfratzen und umgekehrten Kreuzen, diese gesamten Provokationen“, so Sittler. Darüber rede jedoch sonst niemand, aber „die muss ich mir als Christin auch angucken“, sagte sie und weiter: „Zum Glück sind wir bei der Diskussion nicht.“

Die ganze Diskussion (21 min.) können Sie hier unten direkt nachhören.

Zur Sendung auf kulturradio.de…

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