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Berlin: Humanistischer Verband wird Körperschaft des öffentlichen Rechts

Das Land Berlin wird den Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg zum kommenden Jahresbeginn als Körperschaft des öffentlichen Rechts (KdöR) anerkennen. Dem hat der Senat in seiner gestrigen Sitzung zugestimmt.

Sitz des Humanistischen Landesverbandes in Berlin-Mitte. Foto: © A. Platzek

In einem Bericht des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) sagte der Präsident des Landesverbandes, Jan Gabriel, mit der Entscheidung zu einer formellen Anerkennung des Verbandes auf Augenhöhe mit den Kirchen und anderen etablierten Religionsgemeinschaften komme das Land seinem Verfassungsauftrag nach, Religionen und Weltanschauungen gleichzubehandeln.

Kultursenator Klaus Lederer (Die Linke) erklärte in einer Mitteilung der Senatsverwaltung: „Das Bemühen des Humanistischen Verband Deutschlands – Landesverband Berlin-Brandenburg um eine freigeistige humanistisch-wissenschaftlichen Weltanschauung ist in meinen Augen eine weitere wichtige Bereicherung in der kulturell vielfältigen, multireligiösen und eben auch säkularen Stadt Berlin.“ Auch Gabriele Schlimper, Geschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Berlin, begrüßte die Entscheidung des Senats in einer Mitteilung des Humanistischen Verbandes Berlin-Brandenburg: „Wir gratulieren unserer Mitgliedsorganisation zu diesem Erfolg, die das Ergebnis eines langen und zum Teil steinigen Weges ist. Selbstbestimmtheit, Toleranz und kritisches Denken sind Werte, die den Kern des Humanismus ausmachen und für die sich der Humanistische Verband stark macht“, so Schlimper. Die kirchenpolitische Sprecherin der oppositionellen CDU-Fraktion hingegen äußerte laut rbb-Bericht Kritik. Berlin wird nach Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen das fünfte Bundesland, in dem ein Landesverband im Humanistischen Verband Deutschlands als KdöR anerkannt ist.

Zum Bericht auf rbb24.de…

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