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Women‘s March on Washington: Proteste wegen Trump weltweit

Am Samstag finden zum ersten Amtstag des neuen US-Präsidenten Demonstrationen für die Rechte von Frauen und Minderheiten statt. Die Democrats Abroad organisieren Solidaritätskundgebungen unter anderem in Berlin, Düsseldorf und Heidelberg.

Einen Tag nach der Vereidigung des Rechtspopulisten Donald Trump zum US-Präsidenten rufen die Democrats Abroad in mehreren Ländern anlässlich eines „Women‘s March on Washington“ dazu auf, auch außerhalb der Vereinigten Staaten Gesicht zu zeigen: gegen Diskriminierung und Ausgrenzung und für eine Gesellschaft, in der alle Menschen unabhängig von Geschlecht, Herkunft und sozialem Status frei und selbstbestimmt leben können. Neben dem Marsch in der US-Hauptstadt sollen darum in zahlreichen anderen Ländern Solidaritätsmärsche für Frauen- und Menschenrechte stattfinden, auch in Deutschland.

„Wir akzeptieren keine landesweiten, bundesstaatlichen oder örtlichen Rückschritte, Kürzungen oder Einschränkungen hinsichtlich der Möglichkeit zu reproduktiver medizinischer Versorgung, Empfängnisverhütung, HIV/AIDS-Behandlung und -Vorsorge, oder in der medizinisch aufgeklärten sexuellen Aufklärung“, schreibt das Netzwerk aus zahlreichen Bürger- und Frauenrechtler*innen, das zu dem „Women‘s March on Washington“ aufgerufen hat, in einer Erklärung.

Werbung für den Marsch von 1913

Die Democrats Abroad unterstützen die Proteste, indem sie Kundgebungen in weiteren Ländern organisieren. Die Democrats Abroad sind eine offizielle Vereinigung der Demokratischen Partei in den Vereinigten Staaten, die unter anderem im Ausland lebende US-Bürger dabei unterstützt, ihr Wahlrecht wahrzunehmen. Ein „Women’s March on Washington“ war erstmals im Jahr 1913 durchgeführt worden, am Tag vor der Amtseinführung von Woodrow Wilson als 28. Präsident der Vereinigten Staaten.

Trump, der am Freitag vereidigt wird, war schon im Wahlkampf immer wieder mit sexistischen und menschenverachtenden Äußerungen aufgefallen, mit denen er sich gegen Immigranten, Muslime, Menschen mit Behinderungen, LGBT-Personen und Farbige gerichtet hatte. Der „Women‘s March on Washington“ will am Samstag Menschen jeden Geschlechts, Alters, jeder Herkunft und Kultur zusammenbringen, damit sie gemeinsam gegen die hasserfüllte Rhetorik des neuen Präsidenten ein Zeichen setzen. „Women’s Rights are human rights“, heißt es auf der Webseite: Frauenrechte sind Menschenrechte. Bei Twitter schreiben unter dem Hashtag #WhyIMarch viele Menschen, warum sie sich den Protestaufrufen anschließen. Weitere Informationen zu den Protesten in Berlin und anderen deutschen Städten gibt es auf der Website der Democrats Abroad.


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